Pressemitteilung: GRÜNE fragen nach Corona-Folgen in Salzkottens Schulen

Salzkotten. Die Ratsfraktion der Sälzer Grünen will die Stadtverwaltung mit einer Abfrage zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Schulen in städtischer Trägerschaft beauftragen. Ein Antrag dazu soll in der kommenden Ratssitzung im April beraten werden.
„Seit über einem Jahr leidet der Schulbetrieb unter den Auswirkungen von Corona. Schulschließungen, Distanz- und Wechselunterricht haben ihre Spuren hinterlassen. Die Stadt soll daher zeitnah und unbürokratisch abfragen, wie groß der Bedarf zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler ist. Auch wenn Bildung Ländersache ist, sollten wir als Schulträger auf kommunaler Ebene alles tun, um die Kinder und deren Familien zu unterstützen, die Coronafolgen abzufedern und Defizite so gut es geht aufzuarbeiten.“, erläutert Ratsfrau Andrea König.
Die Niederntudorfer Ratsfrau Christina Wilmes ergänzt dazu: „Eine Bedarfsabfrage ist natürlich nur ein erster Schritt. Danach muss es zeitnah um konkrete Angebote seitens der Stadt gehen. Eine Aufstockung der Schulsozialarbeit an den städtischen Grundschulen um nur eine halbe Stelle war schon vor Corona zu wenig und reicht jetzt erst recht nicht aus. Gerade das soziale Miteinander ist besonders bei Schülerinnen und Schülern in der letzten Zeit viel zu kurz gekommen. Wir sollten in der jetzigen Situation auch über Schaffung von Förderunterricht und zusätzlichen Angeboten zur Hausaufgabenbetreuung in den Offenen Ganztagsschulen nachdenken. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit das Flüchtlingshilfe-Netzwerk zu reaktivieren, um Angebote für Schülerinnen und Schüler mit geringen Deutschkenntnissen zu schaffen. Selbstverständlich müssen das JUBE und die Wohlfahrtsverbände in diese Überlegungen mit einbezogen werden.“
„Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Es wäre ein wichtiges Zeichen der Stadt gegenüber Familien und Schulen, dass coronabedingte Schwierigkeiten und Probleme bei Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden. Außerdem können den Lehrenden keine weiteren Zusatzaufgaben zugemutet werden. Wir brauchen definitiv mehr Personal an den Schulen. Da die Fachkräfte im pädagogischen und sozialen Bereich noch immer rar sind, sollten wir auch versuchen, Studierende als Ergänzungskräfte zu gewinnen.“, so Ratsfrau Katharina Stelbrink.

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