Allen ist klar: Die gute Ausbildung der nächsten Generationen entscheidet mit über die Entwicklung unserer Wirtschaft. Darum darf ein Studium nicht an Gebühren scheitern.
Den Haushalt 2012 hat die CDU abgelehnt, weil Rot-Grün über die Streichung der Studiengebühren „unnötige Geschenke durch Schulden finanziert“. Auch deshalb gibt es jetzt Neuwahlen.
Erstaunlich nur, dass CDU-Spitzenkandidat Röttgen dieses „unnötige Geschenk“ jetzt plötzlich nicht mehr rückgängig machen will, falls er gewählt werden würde. Vielleicht weiß Herr Röttgen wirklich nicht so genau, was er eigentlich will.
Gebühren fürs Studium
Mit Energie die Wende schaffen
Wenn der Klimaschutz weltweit gelingen soll, müssen wir an allen Orten mit Sachverstand und Entschiedenheit die Energiewende gestalten. Auch hier in NRW. Wir Grünen haben in den vergangenen 2 Jahren in der Koalition wichtige Schritte vorangebracht: Das Klimaschutzgesetz gibt den Rahmen.
Die Programme z.B. zur Windkraft und Kraft-Wärme-Kopplung bieten die verlässliche Basis für Investoren und Energieplanung.
Im Bund dagegen ging es bei CDU und FDP wie bei einem Squaredance vor und zurück: Bei der Atomenergie, bei der Förderung der Erneuerbaren Energien und bei der Unterstützung der Gebäude-sanierung: Jede verlässliche Basis für die Unternehmen in diesen Bereichen wurde zerpflückt.
Die Unterschrift unter diesem Chaos stammt von Norbert Röttgen: Immer wieder war er als Umweltminister vor den Interessen der großen Player in der Energiewirtschaft und der FDP eingeknickt.
Wenn wir in NRW die Energiewende schaffen wollen und dabei gleichzeitig die vielen Chancen für unsere Wirtschaft nutzen wollen, müssen wir den klaren, verlässlichen Weg der Rot-GRÜNEN Landesregierung weitergehen. Und da es in der SPD noch viele Kohlefans gibt, sollte Grün möglichst stark werden.
Was sagen die Umweltbehörden?
In der Sitzung des Bau- und Planungsausschuss der Stadt Salzkotten am 9. Februar stand die Schulwegsicherung Ölweg auf der Tagesordnung (wir berichteten). Die Lösung der Stadtverwaltung, die letztlich mit großer Mehrheit beschlossen wurde, führt im Uferbereich der Heder über eine Sumpffläche, auf der sowohl Sole- als auch Süßwasserquellen liegen.
Da die Fraktion der Grünen eine kürzere Variante als Alternative zu den Plänen der Stadtverwaltung befürwortet, hatte Ratsmitglied Dehlinger am Vortag der Sitzung im Rathaus Einsicht in die Akten zu den Plänen genommen. Dabei stieß er auf Stellungnahmen der Umweltbehörden zu dieser Sumpffläche, die schon Anfang des Jahres 2011 bei der Verwaltung eingegangen waren. Das Umweltamt des Kreises Paderborn schrieb „Aus Sicht von Natur und Landschaft ist die Errichtung eines Weges in diesem Bereich inakzeptabel“. Auch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz kritisiert die Pläne der Verwaltung und verweist auf den Wert der in NRW seltenen Solequellen: „Im Falle des Baus des geplanten Weges mitten durch diesen Bereich wäre auch diese Fläche für die Wiederherstellung einer Salzstelle verloren.“ Gleichzeitig benennt das Landesamt eine „ausgewiesene Wegeparzelle“ über die der Weg kürzer und günstiger geführt werden könne. „Genau diese Wegeparzelle befürworteten auch die Grünen.“ so Stadtrat Dehlinger.
Verwundert war Dehlinger, dass die Stellungnahmen der zuständigen Umweltbehörden von Ludwig Bewermeier, Fachbereichleiter Bauen und Planen, in den monatelangen Diskussionen nie erwähnt worden waren. Darum erkundigte er sich telefonisch am Tag der Ausschusssitzung im Umweltamt des Kreises Paderborn, ob die Stellungnahme von Anfang 2011 noch ihre Gültigkeit habe. Die zuständige Sachbearbeiterin erklärte, das es ihrerseits keine neue Stellungnahme gäbe und die Gütigkeit des vorhandenen Schreibens weiter bestehe.
In der Sitzung des Ausschusses am selben Abend erfuhren die Ratsmitglieder etwas ganz anderes. Bewermeier legte in seiner Präsentation der Pläne der Stadtverwaltung dar, wie durch den Bau des Radweges durch das Sumpfgebiet die wertvollen Solequellen wieder frei gelegt und renaturiert werden könnten. Auf die konkrete Nachfrage von Dehlinger antwortete er, dass dies so auch mit den Umweltbehörden abgestimmt sei. Bewermeier bestätigte auf Nachfrage, dass es von diesen eine neue Stellungsnahme gäbe, die er dem Protokoll beifügen werde.
Am folgenden Tag nahm Ratsmitglied Dehlinger erneut Kontakt mit dem Umweltamt des Kreises Paderborn und dem Landesamt für Umweltschutz auf: „Könnten Sie mir bitte Ihre neue Stellungnahme zukommen lassen?“ Die Antwort erhielt er eine Woche später. Das Landesamt für Umweltschutz schreibt: „Eine neuerliche Stellungnahme seitens des Landesamtes gibt es nicht.“ Vielmehr sei für März ein Ortstermin vorgesehen. Da die Mitarbeiterin des Kreisbehörde noch am Tag der Sitzung mitgeteilt hatte, dass es auch ihrerseits keine neue Stellungnahme gäbe, fragt sich nun Ratsmitglied Dehlinger, auf welche Stellungnahmen sich Bauamtsleiter Bewermeier in seinen Ausführungen bezogen hat. Das Umweltamt des Kreises schrieb auf Dehlingers Nachfrage am 16.2.: „Da die Stadt Salzkotten die Baumaßnahme durchführt, bitte ich Sie weitere Auskünfte dort einzuholen.“ Das wird Dehlinger tun: „Die neuen Stellungnahmen, auf die sich Herr Bewermeier in der Sitzung des Ausschuss bezog, müssen den Ratsmitgliedern und der Öffentlichkeit auf dem schnellsten Wege zugänglich gemacht werden.“
Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sportausschuss
Am kommenden Dienstag, 19. Juli, findet um 19 Uhr im Rathaus Salzkotten die nächste Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sportausschuss statt. Wir Grünen hatten für diese Sitzung beantragt, dass das Thema Sportplatz in Scharmede auf die Tagesordnung gesetzt wird.
In der Sitzung soll auch über die geplante Sportstättenentwicklungsplanung gesprochen werden – sie soll nach Vorschlag der Verwaltung erst erstellt werden, bevor in Scharmede weiter geplant wird.
Wir freuen uns, wenn zu dieser Sitzung möglichst viele Betroffene auf den Zuschauerbänken erscheinen.
Bürgerversammlung in Scharmede
Im Jahr 1992 beantragte der SC Concordia Scharmede zum ersten Mal einen zweiten Trainingsplatz – seither sind fast 20 Jahre vergangen. Pläne, einen Platz am Stangenweg zu errichten, sind im Mai gescheitert. Nachdem die Verwaltung vorgeschlagen hatte, in Scharmede erst nach der Erstellung einer Sportstättenentwicklungsplanung weitere Schritte zu gehen, haben wir Grünen am 14. Juli eine Bürgerversammlung in der Gaststätte Wiehmeier durchgeführt. Die OGS in Scharmede kann erst weiter entwickelt werden, wenn ein Konzept für den Sportplatz beschlossen ist. Auch deshalb wollen wir nicht wieder ein halbes Jahr warten, bis eine Lösung gesucht wird.
Dass über 20 Besucher zu der Bürgerversammlung kommen würden, hatten wir nicht erwartet – denn keiner von uns aktiven Grünen kommt aus Scharmede. Interessierte aus dem Dorf, Mitglieder des Sportvereins und der OGS überlegten gemeinsam mit uns, welche Lösungsmöglichkeiten es geben kann. Dabei wurden 2 Richtungen deutlich:
Für den Sportverein stellt es sich als kostengünstigste und auch für das Dorf sinnvollste Lösung dar, den vorhandenen Sportplatz zu einem Kunstrasenplatz umzubauen. Das Sportheim könnte dann um Duschen und Umkleiden erweitert werden.
Für die OGS gibt es allem Anschein nach nur die Möglichkeit, sich in dem Kellerbereich zu erweitern, in dem derzeit die Duschen und Umkleiden des SC sind. Da dies erst nach einer gründlichen Sanierung dieser Räume möglich ist – und natürlich erst, wenn der SC andere Duschräume hat – muss hier schnell die Entscheidung fallen.
Die Diskussion erlebte ich als sehr konstruktiv. Spürbar war, wie enttäuscht alle Betroffenen sind, dass sie z.T. schon seit vielen Jahren mit ihren Anliegen nicht voran kommen. Deutlich wurde mir aber auch, wie kompetent alle Beteiligten verschiedene Möglichkeiten durchdacht und geprüft haben, bevor sie zu ihrer jetzigen Einschätzung gekommen sind. Hier wurde sehr viel Vorarbeit geleistet. Durch das Gespräch entstanden viele Ideen, welche Schritte die Scharmeder Bürgerinnen und Bürger und welche Versuche wir als grüne Ratsfraktion in den nächsten Monaten machen können. Die Stimmung war deutlich hoffnungsvoll, dass wir tatsächlich etwas bewegen können.
Fukushima mahnt: Alle Atomkraftwerke abschalten!
Bei der Mahnwache zur Atompolitik am 21. März in Paderborn habe ich eine kurze Rede gehalten. Ich hänge sie hier für Interessierte an. Mahnwache Paderborn: Rede am 21. März von Wolfgang Dehlinger
Schulwegsicherung Ölweg
Ortbegehung am Schulweg
Salzkotten Die Fraktion der Grünen im Sälzer Stadtrat lädt am kommenden Montag zu einer Ortsbegehung des Ölweges in Salzkotten ein. Seit dem Ausbau der Baugebiete im Osten Salzkottens wird der Ölweg von vielen Kindern als Schulweg genützt. Gelder für einen entsprechenden Ausbau stehen schon seit 2010 im Haushalt des Stadt Salzkotten.
Die Ratsfraktion der Grünen lädt alle Bürger zu einer Information über den Stand der Planungen vor Ort ein. Das Vorhaben und seine Umsetzung wird bei der Begehung diskutiert – Ergebnisse sollen in die weitere Ratsarbeit einfließen. Treffpunkt ist am Montag, 4. April um 17 Uhr der Sitzplatz an der Ecke Ölweg/Vielser Strasse.
Schulwegsicherung Ölweg
Verlässliche Grundschulen für Salzkotten
Viele Eltern, die Familie und Beruf miteinander in Einklang bringen wollen, fürchten sich vor dem Übergang ihrer Kinder vom Kindergarten in die Grundschule. Während sie im Kindergarten sicher sein können, dass ihr Kind an jedem Morgen von spätestens 7.30 bis mindestens 12.30 Uhr gut betreut wird, verbergen sich im Stundenplan nicht nur der ersten Klasse ganz andere Zeiten: Oft beginnt der Schultag erst zur zweiten Schulstunde, manchmal endet er schon nach der dritten Stunde. Dazu kommt, dass bei Sonderveranstaltungen der Schule die Anfangs- und Endzeiten immer wieder mitten im Vormittag liegen, oder – z.B. bei Bundesjugendspielen – der Unterricht kurzfistig für die erste Klasse ganz entfällt (ausser es regnet…).
Viele Eltern melden darum ihr Kind mit dem Übergang in Grundschule bei der betreuten Grundschule an: Das ist ein gutes Angebot, das an unseren Grundschulen flächendeckend existiert. Für viele Eltern lohnt sich dies allerdings nicht: Sie haben ihre Arbeit so eingerichtet, dass sie ihr Kind um 12 Uhr empfangen können, weil sie z.B. nur an einzelnen Vormittagen arbeiten.
In vielen Bundesländern – und auch an einigen Schulen in Nordrhein-Westfalen – gibt es darum den Standard “Verlässliche Grundschule”: Hier garantiert die Schule, dass alle Kinder an jedem Schulvormittag mindestens 4 Zeitstunden in einer festgelegten Kernzeit eingebunden sind.
Für den nächsten Schulausschuss am 9. Februar haben wir Grünen darum eine Anfrage an die Verwaltung gestellt: Wie sieht es mit der Verlässlichkeit unserer Grundschulen in Salzkotten aus? Wir wollen dadurch die Diskussion über das familienfreundliche Profil unserer Schulen anstossen.
Rodeln in Upsprunge
Seit 2. Januar wird in Upsprunge am Melkeweg eifrig gerodelt. Das ist für unsere Gegend eine gute Strecke, die auch im Januar 2009 viel genutzt worden war.
Leider gab es im vergangenen Jahr viele Autofahrer, die sich durch die Schlittenfahrer zwängten und auf der sehr glatten Piste ein hohes Risiko für die rodelnden Kinder und für sich selbst eingegangen sind.
Eine Mail an unseren Bürgermeister Dreier war unmittelbar erflogreich: Schon seit dem Nachmittag des 4. Januar ist der Melkeweg nur noch für “Anlieferer” frei und die Kinder können wirklich ungefährdet rodeln. Ganze Familien kommen zum Berg, einige rodeln auch abends mit LED-Stirnscheinwerfern!
Vielen Dank an Bürgermeister Dreier und das Team vom Bauhof!
Wolfgang Dehlinger, Upsprunge
Kein Zurück zur Atomkraft
CDU und FDP kündigen es eindeutig an: Gemeinsam wollen sie den Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig machen. Auch wenn alle Studien das Gegenteil behaupten, meinen sie, die Atomkraft wäre gut gegen den Klimawandel.
Etwas anderes ist wahr: Die Atomkraft ist gut für die großen Energiekonzerne: Sie können starke Gewinne einstreichen. Und sie können die Struktur der Großkraftwerke erhalten, die ihre Existenzgrundlage bedeuten. Das heißt gleichzeitig, dass der Aufbau dezentraler erneuerbarer Energiegewinnung behindert wird: von ihm würden nicht nur das Klima, sondern auch viele Bürger als Energieerzeuger profitieren. weiterlesen »


