Eine B1n ist so 1970

Seit mehr als einem halben Jahrhundert geistert die Ortsumgehung B1n durch Salzkotten und die Verkehrssituation in der Innenstadt lässt sich häufig mit dem Wort „katastrophal“ treffend zusammenfassen.

Trotzdem sind wir gegen den Bau einer B1n, denn mehr Straßen führen erwiesenermaßen zu noch mehr Autoverkehr. Selbst Prognosen von StraßenNRW gehen davon aus, dass langfristig nicht nennenswert weniger Autos durch die jetzige Ortsdurchfahrt fahren werden. Vom gigantischen Flächenverbrauch eines Neubaus ganz zu schweigen. Zudem verlaufen die jetzige B1 und eine eventuelle Ortsumgehung B1n in Teilen parallel zur Bahnstrecke Hamm-Paderborn. Damit gibt es bereits eine gute, klimafreundliche alternative auf dieser Strecke.

Auch den erneuten Vorschlag der SPD-Salzkotten eine Machbarkeitsstudie für eine kleine Alternative zur jetzigen Planung fertigen zu lassen, lehnen wir ab. Eine Machbarkeitsstudie muss „Ganzheitliches Mobilitätskonzept“ heißen und das, liebe SPD-Salzkotten, haben wir bereits beschlossen. Dieses Mobilitätskonzept muss die zentrale Frage beantworten, wie Salzkotten OHNE eine Ortsumgehung mobil sein kann.

Eine Verkehrswende hin zu klimafreundlicher Mobilität wird es nur mit weniger Autos geben – neue Straßen sind da kontraproduktiv.

Dagegen führen mehr, gut ausgebaute und sichere Radwege zu mehr Radverkehr und ein dicht getakteter, preiswerter ÖPNV zu mehr Fahrgästen.

Diesen Weg wollen wir einschlagen.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel