Gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen FDP, Die Linke, Bündnis 90 / Die Grünen

FDP, Linke und Grüne fordern Neustart für OGS-Planungen in Thüle

Salzkotten. Die Ratsfraktionen von FDP, Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen fordern einen Neustart der Planungen für die Erweiterung der OGS-Räumlichkeiten am Standort Thüle und kritisieren das bisherige Vorgehen der Stadtverwaltung scharf.

„Der Bürgermeister und die Verwaltung haben bislang mit gezinkten Karten gespielt, indem der OGS, die Grundschule und dem Ausschuss eine nicht umsetzbare Alternative im Dachgeschoss präsentiert wurde. Damit konnte man sich bislang zwangsläufig nur für die von der Verwaltung präferierte Anbau-Variante entscheiden. Die Verwaltung hat weder die Beteiligten noch die Dorfgemeinschaft in die Planungen und Entscheidungsprozesse angemessen eingebunden. An eine Bürgerbeteiligung im Jahr 2020 legen wir andere Maßstäbe an.“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph Sonntag.

„Bei einer Investition von 830.000 EUR müssen die neuen Räumlichkeiten auf eine Nutzungsquote von bis zu 100% ausgelegt sein. Das kann diese Planung offenbar nicht bieten.“, so Sonntag weiter.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Linken, Paul Weitkamp, zeigt sich mit den bisherigen Planungen unzufrieden: “Der vorliegende Entwurf der Verwaltung ist sehr altmodisch und unzulänglich. Ein Neustart gibt die Chance, den baulichen Rahmen zu schaffen, für ein ansprechendes, professionelles und pädagogisches Konzept und den baulichen Rahmen dafür. Also neben Gruppenräumen auch eine flexible Raumgestaltung vorzusehen sowie für Einzel- und Gruppenarbeit, für Ruhe- und Toberaum, für Naturerfahrung, für Eltern- und Gemeindearbeit und nicht zuletzt auch Raum für das Personal.”

Weitkamp bemängelt außerdem, dass nach aktueller Planung die von der Dorfgemeinschaft geschaffenen Räumlichkeiten im “Haus der Zukunft” weitestgehend entwertet würden. Das sei nicht akzeptabel und für alle Beteiligten keine sinnvolle Lösung.

Kritik auch von den Grünen: „Die Art und Weise wie hier die Stadtverwaltung im Schulterschluss mit der CDU-Mehrheit erneut im stillen Kämmerlein Tatsachen schafft und unnötiger Zeitdruck erzeugt wird, ist bei uns leider traurige Tradition. Spätestens seit dem letzten Jahr wissen wir, dass die Lage bei den vom Ehrenamt getragenen Offenen Ganztagsschulen angespannt ist und man sich dort mehr Unterstützung wünscht. Vor diesem Hintergrund sind derartige Alleingänge erst recht unverständlich. Dass so etwas ganz anders laufen kann, zeigt ein Blick zu unseren Nachbarkommunen. Dort werden, zum Beispiel im Rahmen von Planungs-Cafés, alle Akteure von Anfang an mitgenommen. Auch dass ein Aufzug und damit das Thema Barrierefreiheit in den bisherigen Planungen nur als Option vorkommt, ist vollkommen unverständlich und mit dem Inklusionsgedanken absolut unvereinbar.“ ergänzt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Marc Svensson.

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