Fordern mehr Schutz (v.l.n.r.): Wolfgang Dehlinger, Petra Hundt, Jürgen Kemper, Christina Wilmes, Marc Svensson, René Scherf, Katharina Stelbrink

Pressemitteilung: Grüne fordern Schutz von Wegrainen

Verwaltung räumt Grenzüberschreitungen im gesamten Stadtgebiet ein

Salzkotten. Die Salzkottener Grünen kritisieren das illegale Überpflügen und Mähen öffentlicher Flächen im gesamten Stadtgebiet und fordern von der Stadtverwaltung das Eigentum der Gemeinde zu schützen und Grenzüberschreitungen nicht länger stillschweigend zu dulden.

„Die Wegränder in der Feldflur sind keine rechtsfreien Räume und haben eine große Bedeutung als Lebensraum von bedrohten Pflanzen und Tieren, besonders für Insekten. Es geht hier nicht um Zentimeter, sondern um Grenzüberschreitungen von zum Teil deutlich mehr als einem Meter. Wenn man das auf das Gemeindegebiet hochrechnet, landet man schon bei einer durchschnittlichen Überschreitung von nur 50cm bei stattlichen 15 Hektar Gesamtfläche, die als Lebensraum für viele bedrohte Tierarten verloren geht“, erläutert Ratsherr Marc Svensson.

Die Grünen weisen darauf hin, dass Ackerrandstreifen laut Landesnaturschutzgesetz NRW ausdrücklich unter Schutz stehen und das Verbot des Unterpflügens besonders hervorgehoben werde. Das oft viel zu frühe und häufige Mähen der Randstreifen sei zudem schädlich für die Artenvielfalt und laufe dem Naturschutz zuwider.

„Auch wenn für die Umsetzung des Landesnaturschutzgesetzes das Umweltamt des Kreises Paderborn zuständig ist, sehen wir die Stadt Salzkotten als Eigentümerin der Flächen in der Pflicht. Es kann nicht sein, dass das Überpflügen oder Mähen toleriert wird, obwohl damit offensichtlich Wert und Funktion der Flächen beeinträchtigt werden. Die Stadt ist hier in der Verantwortung. Zudem ist die ökologische Funktion der Wegraine gefährdet, wenn Düngemittel, wie auch Pflanzenschutzmittel eingetragen werden.“, erklärt Ratsherr Jürgen Kemper.

Laut den Grünen sei es mittlerweile unstrittig, dass die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft stark rückläufig sei. Das sei auch im Stadtgebiet Salzkottens unübersehbar. Ratsfrau Petra Hundt meint dazu: „Auch in den Vogel- und Landschaftsschutzgebieten im Stadtgebiet sieht es oft nicht besser aus. Hinweisschilder, auf denen auf den besonderen Wert der Wegsäume hingewiesen wird, stimmen häufig nicht mit der Realität überein. Da wächst außer Gras und ein paar Brennnesseln nicht mehr viel. Insekten sind dort Mangelware. Das wollen wir so nicht länger hinnehmen.“

Die Grünen fordern die Stadtverwaltung auf, in einem ersten Schritt den Dialog mit Landwirten und den sonstigen betroffenen Grundstückseigentümern zu suchen um die Misstände in Zusammenarbeit mit dem Kreis Paderborn abzustellen. Mittelfristig führe überdies kein Weg daran vorbei, das Thema auf Kreisebene umfassend aufzuarbeiten. Der Nachbarkreis Soest sei bei diesem Thema schon deutlich weiter.

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