Zeitungsausriss aus: Neue Westfälische vom 10.02.18

Kein Vergessen!

Der Skandal um den „Stalag 13“-Schriftzug auf einem Bundeswehrstützpunkt in Afghanistan zeigt, was Geschichtsvergessenheit und fehlende Reflexion anrichten kann. Unabhängig davon, ob die Aktion ein Unfall war oder nicht, führt sowas zwangsläufig zum Zweifel am Traditionsverständnis der Bundeswehr.

Aus dem gleichen Grund haben wir nach wie vor kein Verständnis dafür, dass sich die Stadtbibliothek in #Salzkotten auf Ihre Gründung zur Zeit des Nationalsozialismus beruft und im vergangenen November Ihr 75-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Denn mit einer Jubiläumsfeier – also der Feier eines erfreulichen Ereignisses – erweckt man unweigerlich den Eindruck, sich auf die Tradition des Nationalsozialismus zu berufen. Eine Zeit, in der Kirchen-Büchereien geschlossen, Buch- und Personalbestände „gesäubert“, Bücher verbrannt und Menschen ermordet wurden.

Die Feier der Widereröffnung im Jahr 1948 wäre aus unserer Sicht ein weitaus erfreulicherer Anlass.

Der Jugend-, Kultur- und Sportausschuss der Stadt hat in der Sitzung am 30.01.2018 eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema durch Zuhilfenahme einer historisch versierten Fachkraft verweigert.

#darumGRÜN

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