Pressemitteilung zum Mietwohnungsbau

Grüne fordern Prüfung weiterer Flächen

Salzkotten. Um den geförderten Mietwohnungsbau in der Stadt anzuschieben, fordert die Ratsfraktion der Sälzer Grünen die Suche nach geeigneten Flächen nicht länger auf den Nelkenweg zu beschränken. Da inzwischen klar sei, dass der bestehende Bebauungsplan „Kuhbusch“ ohnehin geändert werde, sei es zweckmäßig die Eignung weiterer Flächen in der Umgebung zu untersuchen.

„Nach wie vor brauchen wir bezahlbaren Wohnraum. Den geförderten Mietwohnungsbau kann die Stadt nur dann gezielt voranbringen, wenn sie im Eigentum geeigneter Flächen ist. Die Auswahl außerhalb der Neubaugebiete ist leider sehr überschaubar, sodass wir uns alle verfügbaren Flächen im Stadtgebiet anschauen müssen.“, so der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Dehlinger

Laut den Grünen sei es nun notwendig die Interessen der Anwohner, möglichst große Teile der Freiflächen zu erhalten, mit dem hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Einklang zu bringen.

Die Grünen plädieren daher dafür, bei weiteren Grünflächen am Asternweg und der Kösliner Straße zu untersuchen, ob diese ganz oder teilweise als Alternative in Frage kommen.

Ecke Astern-/Gladiolenweg

„Der Vorstoß der CDU, bereits in der kommenden Sitzung des Bauausschusses die Weichen für eine Bebauungsplan-Änderung zu stellen kommt zu früh, denn der Ausschuss hatte bisher noch keine Gelegenheit die Ergebnisse der Anwohnerversammlung im Januar zu beraten. Eine angemessene Beratung, wie sonst nach Anliegerversammlungen üblich, wird damit torpediert. Natürlich haben wir in Sachen Mietwohnungsbau noch immer großen Handlungsbedarf. Die Fläche um die es jetzt geht, ist schon seit mehr als 40 Jahren für eine Bebauung vorgesehen. Die Zeit für eine sorgfältige Planung und Beratung können wir uns also nehmen.“, meint Ratsherr Marc Svensson.

Ecke Kösliner Straße / Landwehrweg

Darüber hinaus halten es die Grünen für wichtig, dass beim Mietwohnungsbau nicht nur auf große Wohneinheiten gesetzt werde. “Das ist die Bauweise der vergangenen Jahrzehnte. Heute werden in vielen Städten größere oder kleinere Wohnanlagen errichtet, in denen sich beispielsweise Familien, einzelne Studenten und alleinstehende Senioren einen Innenhof teilen. Gemeinsam nutzbare Bereiche entstehen in einer aufgelockerten Bauweise. Hier sollten wir uns gelungene Konzepte anschauen, anstelle voreilig die von der CDU vorgeschlagenen Beschränkungen des Bebauungsplanes zu beschließen. Dadurch würden wir uns selbst interessante Möglichkeiten verbauen, die vielleicht auch bei den Anwohnern mehr Zustimmung finden.” erläutert Dehlinger weiter.

Um den Mietwohnungsbau in der Stadt zukunftsfähig zu machen, müsse man bei der Quartiersentwicklung zukünftig stärker den demographischen Wandel und sich verändernde familiäre Strukturen in den Blick nehmen. Allen Einwohnern müsse die Perspektive auf ein bezahlbares und nachbarschaftliches Umfeld geboten werden, so die Grünen weiter.

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