Windräder in den Gärten der Sälzer Christdemokraten!

Liebe CDU-Salzkotten,

als wir Euer Plakat am Ortseingang an der Geseker Straße zum ersten Mal sahen, hielten wir das Teil noch für Satire. Da Ihr ja inzwischen (oder besser gesagt Euer Landesverband) auch andere Themen mit alternativen Fakten “aufbereitet” habt (dazu später noch mehr), scheint Ihr es doch ernst zu meinen: Ihr seid jetzt also als Protestpartei à la AfD “gegen die da oben” unterwegs, reitet mit auf der Populismus-Welle, und versucht den Leuten vor allem Möglichen Angst zu machen. Man fragt sich, wozu Ihr noch fähig seid.

Aber fangen wir mal beim Thema Windkraft an: Zunächst mal hätten bestimmt viele der mehr als 40.000 Leute im Rheinland, die zwangsumgesiedelt wurden, den Braunkohle-Tagebaubagger im Garten lieber gegen ein Windrad eingetauscht – was aber nicht mehr geht, weil aus deren alten Gärten inzwischen Mondlandschaften geworden sind. Aber Schwamm drüber, wer Politik traditionell aus der Gartenzwergperspektive macht, übersieht so etwas leicht.

Zurück zum Wind: Wie war das hier in Salzkotten?

Fairerweise müssen wir festhalten, dass Ihr für eine Konzentrationszonenplanung und damit eindeutig – wie wir – für den Ausbau der Windenergienutzung eingetreten seid und nicht andersrum, wie die Plakate vielleicht Glauben machen. Ihr habt Mindestabstände von 700m zu Siedlungsbereichen mitbeschlossen – es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Legt Euch wieder hin, denn Euren Gärten droht keine Gefahr.

Wie habt Ihr Eure absolute Ratsmehrheit bei der Ausweisung neuer Windkonzentrationszonen genutzt, um Windräder von Wohnbebauung möglichst fern zu halten?

Gar nicht! Ihr habt alle Bürgereingaben aus der Offenlegung der Pläne abperlen lassen, Ihr habt es abgelehnt gemeinsam einen Kriterienkatalog für weiche Tabuzonen zu entwickeln und damit unsere gemeindliche Planungshoheit nicht genutzt, eine Windenergienutzung im Bereich von eventuell zukünftig möglichen Gewerbeflächen (der Platz wo WEA aus unserer Sicht am besten hinpassen) konntet Ihr nichts abgewinnen, widersprüchliche Beurteilungen des Arten- und Landschaftsschutzes im Standortkonzept haben Euch nicht interessiert. Am Ende habt Ihr der 27. Änderung des Flächennutzungsplanes zugestimmt – wir nicht.

Warum das so war, könnt Ihr hier nachlesen.

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