Pressemitteilung: Grüne wollen mehr bezahlbaren Wohnraum

Salzkotten. Mit einem Antrag im Hauptausschuss am kommenden Montag will die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen weiteren Mietwohnungsbau in der Stadt möglich machen. Die Beratungen im letzten Bauausschuss haben gezeigt, dass auf mehreren städtischen Grundstücken in der Kernstadt eine sofortige Bebauung mit Mietwohnungen möglich sei, so die Grünen. In Anbetracht der ungebrochen hohen Nachfrage und dem absehbaren Verlust zahlreicher Wohnungen in der Langen Brückenstraße sehe man hier großen Handlungsdruck und die Stadt in der Verantwortung.

„Auch wenn im Baugebiet Bümers Grund demnächst 23 Sozialwohnungen entstehen, ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das reicht noch lange nicht aus, um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt zu decken. Wir fordern daher, dass ungenutzte Baugrundstücke im Eigentum der Stadt an Investoren verkauft werden, allerdings mit der Auflage, dort geförderten Mietwohnungsbau zu betreiben. Am Westring stehen zum Beispiel große Grundstücke zur Verfügung, die nach einem Verkauf zum Teil sofort bebaut werden könnten. Dort gibt es seit Jahren fertige Bebauungspläne.“, erklärt Ratsfrau Petra Hundt. Laut den Grünen sei man im Bümers Grund genauso vorgegangen und es haben sich in kürzester Zeit Käufer gefunden: Die Aussichten auf einen ähnlichen Erfolg am Westring seien also gut. Außerdem könne die Stadt die Grundstücke auch ohne weiteres selbst bebauen.

Bild: Baureifes Grundstück am Westring

Fraktionsvorsitzender Dehlinger ergänzt dazu: „Der Bau von bezahlbaren Mietwohnungen ist in unserer Stadt in den letzten Jahren deutlich zu kurz gekommen. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern sind überwiegend hochwertige Eigentumswohnungen entstanden. Wir haben hier inzwischen eine deutliche Schieflage und es mangelt besonders an kleineren und bezahlbaren Wohnungen für Alleinstehende oder Alleinerziehende. Als ersten Schritt schlagen wir vor, die Möglichkeiten in unseren bestehenden Siedlungen auszuschöpfen. Wir müssen uns aber auch verstärkt über alternative Wohnformen für ältere oder behinderte Menschen und Personen mit mittleren und kleinen Einkommen Gedanken machen. Auch Gruppenwohnungen oder gemeinschaftliche Wohnprojekte werden vom Land gefördert. Wir werden uns in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, dass der entsprechende Rahmen durch passgenaue Bebauungspläne geschaffen wird.“

Dem Vorschlag von Bürgermeister Berger, länger abzuwarten, um noch Erfahrungen zu sammeln, wollen die Grünen nicht folgen. „Die im letzten Bauausschuss geäußerten Bedenken, wonach es noch Unsicherheiten bezüglich der notwendigen PKW-Stellplätze gebe, teilen wir nicht. Erfahrungen haben wir da schon genug gesammelt – gute wie schlechte. Mit den standardmäßig in der Stadt geforderten 1,5 Stellplätzen pro Wohnung liegen wir schon jetzt über den Richtwerten des Landes.“, so Ratsherr Marc Svensson.

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