Genmais in Thüle – Genraps in Oberntudorf?

(wd) Im Europaparlament werden die entscheidenden Weichen dafür gestellt, ob in Zukunft gentechnisch manipulierte Pflanzen auf unseren ostwestfälischen Feldern wachsen werden.

Denn auf europäischer Ebene wird festgelegt, welche Genpflanzen in die EU importiert werden dürfen und ob sie für den Anbau zugelassen werden. Auch die Kennzeichnung der gentechnisch veränderten Produkte wird auf europäischer Ebene grundsätzlich geregelt.

Ich will, dass auch in Zukunft eine Landwirtschaft ohne Gentechnik möglich ist. Ich will sicher sein, dass ich für mein Essen keine genmanipulierten Pflanzen oder Tiere zubereite. Ich will in meinem Garten Pflanzen anbauen können, ohne dass ich Angst haben muss, dass gentechnisch veränderte Pollen oder Samen meine Saat verschmutzen.

Fünf weltweite Saatgutkonzerne kontrollieren inzwischen einen großen Teil der Agrarmärkte – Monsanto ist die Nummer 1 davon. Und diese 5 hoffen mit der Gentechnik im Agrarsektor auf große Gewinne. Bezahlen müssen diese Gewinne die Bauern und die Verbraucher – in Deutschland, aber z.B. auch in Afrika. Da das gentechnisch manipulierte Saatgut patentiert ist, darf kein Bauer die davon gewonnenen Saaten wieder aussäen. Wer in Afrika kein Geld hat, um neues Saatgut von Monsanto zu kaufen, wird verhungern.

Gentechnik ist für mich eine Risikotechnologie: einmal im Freiland angebaute Genpflanzen werden sich immer in unserer Natur ausbreiten. Wir können diese Entscheidung nicht wieder rückgängig machen. Und so, wie alle Generationen nach uns mit unserem Atommüll leben müssen, werden dann auch alle Generationen nach uns mit den gentechnisch veränderten Pflanzen leben müssen. Da die Haftung für Schäden, die daraus entstehen können keine Versicherung decken will, werden wir alle für die Schäden bezahlen müssen.

Deshalb gehe ich am 7. Juni zur Europawahl. Je stärker die Gentechnikgegner im Europaparlament sind, um so größer ist die Chance, dass unsere Landwirtschaft  in Europa gentechnikfrei bleibt.

In unserem Garten wächst „Golden Bantam“: Das ist die Maissorte der Gentechnikgegner.

Infos unter: http://www.bantam-mais.de

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