Sonne auf der langen Bank

(JK) Am 20. Februar 2006 hat der Rat beschlossen, dass grundsätzlich auf städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen zuzulassen sind. Es dürfen nach diesem Beschluss aber nur Salzkottener Vereine oder die Stadt selbst die Flächen auf den Gebäuden nutzen.

Beschluss mitgetragen

Wir Grünen hatten gefordert, dass auch Salzkottener Bürger diese Flächen mieten können, um auf den Gebäuden Sonnenstrom zum Beispiel in der Form von „Bürgersolaranlagen“ zu produzieren. (Nähere Informationen zu Bürgersolaranlagen finden Sie in der Brennnessel 1/06).

Wir Grünen haben den Ratsbeschluss aber mitgetragen in der Hoffnung, Vereine oder die Stadt werden diese einmalige Gelegenheit nutzen, ihre Vereinskassen und den Stadtsäckel aufzufüllen (z.B wird die Eggelandhalle in Altenbeken vom Schützenverein als Photovoltaikstandort genutzt).

Einzige Anlage in Oberntudorf

Der Heimatverein in Oberntudorf hat im vergangenen Jahr diese Möglichkeit genutzt. Er betreibt auf der Turnhalle eine Photovoltaikanlage mit 13,5 kWp. Es wird in den ersten 10 Jahren mit einem Gewinn von 1400€ gerechnet, danach mit 1300€ und auch nach Wegfall der Einspeisevergütung und der Tilgung des Kredits rechnet der Verein weiterhin damit die Anlage produktiv betreiben zu können. Weitere Vereine, die in Zukunft diese Möglichkeit nutzen wollen, sind uns und der Stadt Salzkotten zur Zeit nicht bekannt. Dagegen haben sich Bürger unserer Stadt gemeldet, die gerne in Photovoltaik investieren wollen und diesbezüglich bei der Stadt angefragt haben. Sie waren entsetzt über die Absage, da die Stadt hier nicht nur eine Einkommensquelle ausschlägt.

Trotz Klimawandel und Bekenntnissen von allen politischen Seiten zur Nutzung erneuerbarer Energien gibt es also weiterhin riesige ungenutzte Flächen auf  städtischen Gebäuden.

Fortsetzung folgt

Wir Grünen bleiben im Rat am Ball: Wir fordern die Stadt auf, entweder selbst aktiv zu werden und Photovoltaikanlagen zu betreiben. Oder es muss der Ratsbeschluss geändert werden, damit alle Salzkottener Bürger die Möglichkeit zu haben, öffentliche Dächer zur Energiegewinnung anzumieten.

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