30 000 Euro für das Liebfrauengymnasium

(WD) Es hat uns im vergangenen Dezember bei den Haushaltsberatungen wirklich die Sprache verschlagen: Zuerst brachte die CDU eine Förderung des Liebfrauengymnasiums von 15 ooo Euro für das Haushaltsjahr 2007 ein, dann schob sie in einem Überraschungscoup noch einen Antrag nach, auch für das zu Ende gehende Jahr 2006 weitere 15 ooo Euro diesem privaten Gymnasium zukommen zu lassen.

Gemeinsam mit der SPD protestierten wir gegen das Verfahren. Und so wurde tatsächlich der Beschluss der Förderung für 2006 aufgehoben, da er nach der Gemeindeordnung nicht zulässig war.

Warum will die CDU das Liebfrauengymnasium in Büren fördern? Das fragten wir uns. Immerhin gibt es ja viele weitere Schulen, auf die unsere Kinder nach der Grundschule wechseln (siehe Diagramm).

schulabgaenger

Wir haben unsere Fragen an Marietheres Strunz gestellt. Sie ist für die CDU im Rat unserer Stadt und als Sekretärin im Liebfrauengymnasium beschäftigt. Darüber hinaus bekleidet sie auch das Amt der Ortsvorsteherin in Thüle.

Sehr geehrte Frau Strunz,

im vergangenen Dezember brachte Ihre Fraktion zwei Förderanträge für das Liebfrauengymnasium in Büren ein. Ihr Ziel war es, dieses private Gymnasium mit 30.000 Euro für die Jahre 2006 und 2007 zu fördern.

Können Sie uns kurz das besondere Profil des Liebfrauengymnasiums schildern?

Das Liebfrauengymnasium erbat in den vergangenen Jahren regelmäßig einen Zuschuss von der Stadt Salzkotten. Welche Gründe gibt es für diese Anfrage?

Als Mehrheitsfraktion in unserem Stadtrat haben Sie für 2007 den Zuschuss von 15.000 Euro bewilligt. Was soll mit diesem Geld am Liebfrauengymnasium im laufenden Jahr verwirklicht werden?

Aus welchen Gründen ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Schülerinnen und Schüler, die das Leibfrauengymnasium besuchen, finanziell besser zu fördern, als jene, die andere staatliche oder private Schulen außerhalb des Stadtgebietes besuchen?

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Antworten.

Leider erhielten wir keine Antworten. Auf Nachfrage erfuhren wir von Frau Strunz, dass sie und die CDU-Fraktion kein Interesse daran hätten, diese Fragen zu beantworten.

Wir Grünen meinen:

Es gibt für uns zwei Möglichkeiten:

1. Entweder werden alle Schüler, die Schulen außerhalb Salzkotten besuchen, gleich bezuschusst, oder

2. erhalten nur die Schulen einen Zuschuss, die in ihrem konkreten Profil in besonderer Weise förderungswürdig sind.

Grünes Ziel in der Schulpolitik ist, Kinder zu fördern, die es auf ihrem Bildungsweg besonders schwer haben. Deshalb ist uns z.B. wichtig, dass die Einrichtung der offenen Ganztagsgrundschulen auch in Salzkotten endlich auf ein gutes Fundament gestellt wird.

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